Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn der Familienalltag zur ständigen Herausforderung wird, wenn Sorgen, Schuldgefühle und unzählige Gespräche über Leistungen, Verhalten oder Konzentration das Leben bestimmen.
Bis meine Kinder in die Schule kamen, war ich überzeugt, sie würden ähnlich selbstverständlich durch diese Zeit gehen wie ich damals, mit einer guten Balance aus Pflichten und Freizeit, Lernen und Leben. Doch schon nach wenigen Schulwochen zerplatzte diese Vorstellung wie eine Seifenblase.
Themen wie wechselhafte Konzentration, Teilleistungsstörungen, Wahrnehmungsbesonderheiten, Sensibilität und Begabung bestimmten plötzlich unseren Alltag. Konflikte, Frustration und Stress zogen bei uns ein, die Stimmung wurde angespannter, und die Beziehung zu meinen Kindern litt spürbar darunter. Der Familienalltag war so ganz anders, als ich es mir vorgestellt hatte: herausfordernd, ernüchternd, voller Fragen und zu oft ohne Leichtigkeit und Lachen. Ich tat alles, um den Alltag am Laufen zu halten, meine Kinder zu fördern und zu unterstützen und hoffte, dass sich die Schwierigkeiten von selbst legen würden.
Doch die Probleme verschwanden nicht, im Gegenteil: Alles wurde noch intensiver. Irgendwann wusste ich nicht überhaupt nicht mehr weiter und begann, mir selbst Unterstützung zu suchen.
Nach und nach lernte ich, hinter die äußeren Schwierigkeiten zu schauen und zu erkennen, was mich geprägt hatte, was ich selbst verändern konnte und welche heilsamen Auswirkungen das auf die Beziehung zu meinen Kindern hatte.
Schritt für Schritt wurde ich emotional stabiler und gelassener, konnte wieder wirklich für meine Kinder da sein und hinter ihnen stehen. Unsere Beziehung entspannte sich, und statt der Probleme rückte nun die Verbindung wieder in den Mittelpunkt. So konnte ich meine Kinder durch ihre Schulzeit begleiten, präsent, verlässlich und mit Vertrauen.
Heute haben wir es geschafft: Meine Kinder stehen fest und selbstsicher im Leben, und ich bin dankbar für den Weg, den wir gemeinsam gegangen sind.
Begeistert von den Veränderungen, die in meinem Leben möglich wurden, habe ich vieles, was mir selbst geholfen hat, vertieft und weiterentwickelt.
Heute gebe ich dieses Wissen und meine Erfahrungen mit viel Herz an Eltern weiter, die sich wünschen, ihrem Kind wieder mit Ruhe, Vertrauen und Klarheit zu begegnen.